Fachbegriff aus der Druckindustrie
Anschnitt
Sollte ca. 3-4 mm betragen. Alles was nach dem Druck weggeschnitten wird, um weißen Rand zu vermeiden.
Ausschiessen
Seiten für den Druck in bestimmte Reihenfolge bringen.
Beim Druck von mehrseitigen Broschüren und Büchern müssen die Seiten auf dem Druckbogen so angeordnet
werden, dass sich nach der Weiterverarbeitung (Falzen, Zusammentragen) die richtige Reihenfolge der Seiten ergibt.
Mehrseitige Drucksachen werden so gut wie nie in einzelnen Seiten gedruckt, sondern in sinnvollen Zusammenstellungen zu z. B. 4, 8, 16, oder 32 Seiten, je nach Druckbogen. Das Anordnen der Seiten (das Ausschiessen) erfolgt nach bestimmten Regeln und sind abhängig von dem Endprodukt (s. Falzschema). Das Ausschiessen kann manuell, mit Filmen oder Papierausdrucken, in der Montage, oder automatisch bei der Filmbelichtung erfolgen.
Aussparen
Nichtdeckender Teil einer Fläche, bei der beim Druck das Papier unbedruckt bleibt.
Wird zum Beispiel rote Schrift auf einer blauen Fläche gedruckt, so würden sich die Farben im Druck mischen.
Deshalb muss die blaue Flächen unter der Schrift weiss bleiben; diese Stellen werden "ausgespart".
Bildauflösung
Die Bildauflösung gibt die Anzahl der Pixel an, die pro Längeneinheit in einem Bild dargestellt wird. Faustregel: Für den Digital- und Offsetdruck müssen Bilder eine Auflösung von mindestens 300 dpi besitzen. Die Bildschirmauflösung beträgt bei PC-Monitoren 96 dpi und bei MAC-Monitoren 72 dpi.
Bund
Als Bund bezeichnet man die Mitte zweier Seiten, die sich gegenüber stehen.
CMYK
Cyan, Magenta, Yellow, Kontrast (Schwarz) sind die Skalenfarben für den Vierfarbdruck.
CTP
(Computer to plate) Hierbei werden die Text- und Bilddaten direkt auf die Druckplatte belichtet.
Somit werden keine Filme mehr benötigt und die Filmmontage entfällt.
DIN-Formate:
Reihe A (Basisreihe):
DIN A 0:
841 x 1189 mm
DIN A 1:
594 x 841 mm
DIN A 2:
420 x 594 mm
DIN A 3:
297 x 420 mm
DIN A 4:
210 x 297 mm
DIN A 5:
148 x 210 mm
DIN A 6:
105 x 148 mm
DIN A 7:
74 x 105 mm
(DIN A 4 = Briefbogen, DIN A 6 = Postkarte)
Reihe C (für Versandtaschen und Hüllen):
DIN C 4:
229 x 324 mm
DIN C 5:
162 x 229 mm
DIN C 6:
114 x 162 mm
DIN C6/5:
114 x 229 mm
Reihe B (für Versandtaschen):
DIN B 4:
250 x 353 mm
DIN B 5:
176 x 250 mm
DIN B 6:
125 x 176 mm
DPI
Dots Per Inch - Maß für Rasterweite, im DTP-Bereich üblich.
Umrechnungstabelle in metrische Einheiten (im klassischen Repro üblich):
30er Raster (metrisch): ca. 76 dpi
50er Raster (metrisch): ca. 127 dpi
60er Raster (metrisch): ca. 152 dpi
70er Raster (metrisch): ca. 177 dpi
EPS
Encapsulated Postscript = spezielles Grafikformat, das auf Postscript aufbaut.
Für Grafiken in vielen Programmen einsetzbar. EPS-Dateien können sowohl Vektorgrafik, als auch Pixelgrafik enthalten.
Euroskala
Farbsystem für Vierfarbdruck - siehe subtraktive Farbmischung.
Falzmarke
Hilfslinien zum Falzen von Druckprodukten
Farbdeckung
Summe der Druckfarben. Das bedeutet, die vier Skalenfarben beim Vierfarbdruck ergeben addiert eine bestimmte Farbdeckung. Bei gestrichenem Papier sollte die Farbdeckung max. bei 320% - 340% liegen.
Farbmischung additiv
Farbmischung von Lichtfarben (z.B. bei Farbfernsehen) - RGB.
Rot, Grün, Blau - Zusammenprojektion ergibt Weiss.
Farbmischung subtraktiv
Farbmischung von Körperfarben (z.B. Vierfarbdruck) - CYMK.
Cyan, Magenta, Yellow, (Kontrast) - Zusammendruck ergibt Schwarz.
Die Körperfarben reflektieren nur bestimmte Lichtanteile des weißen Lichts zurück.
Bei Unbuntfarbaufbau werden Grauschattierungen über Schwarz,
Buntfarbenabstufungen über Cyan, Magenta, Yellow erzielt.
Farbseparation
Farbseparation bedeutet, dass eine Bildvorlage in die druckbaren Farben (s. a. 4-farb-Druck) aufgetrennt wird. Zu beachten ist, dass die einzelnen Farbauszüge jeweils eine andere Rasterwinklung haben müssen, damit die Rasterpunkte nicht übereinander gedruckt werden. Gelb = 0°, Magenta = 15°, Cyan = 75° und Schwarz = 45°.
HKS
HKS ist ein Farbsystem für Volltonfarben. Es besteht aus 84 Farbtönen.
Die Farbfächerbezeichnungen lauten:
K=Kunstdruckpapier (gestrichen),
N=Naturpapier
Z=Zeitungsdruckpapier
E=Endlosdruckpapier
JPG / JPEG
Standardisiertes Grafikformat für Bilddaten. Hierbei werden die Daten komprimiert. Den Umfang der Komprimierung kann man wählen. Bei zu starker Komprinierung erscheinen unschöne Artefakte.
Klebebindung
Bindeverfahren bei Broschüren. Der Inhalt wird im Bund einige Millimeter abgefräst und mit Heissleim zusammengefügt. Dann wird der Inhalt am Rücken in den Umschlag eingeklebt.
Laufrichtung
Laufrichtung, ist die Richtung in der das Papier bei der Produktion durch die Papiermaschine läuft.
Die Laufrichtung beim Papier zu kennen ist wichtig, da Papier sich durch Feuchtigkeit quer zur Laufrichtung ausdehnt.
Dies kann beim Drucken zu Schwierigkeiten mit der Passgenauigkeit der einzelnen Druckgänge führen.
Ausserdem lässt sich Papier besser in Laufrichtung verarbeiten.
Nuten
Beim Nuten wird eine Biegestelle in einem dicken Karton erzeugt, die das Falzen erleichtert und ein Brechen der Falz verhindert. Nutlinien sollten möglichst parallel zur Faserrichtung des Papieres angeordnet sein.
Nutzen
Wenn von einer Drucksache mehrere gleichzeitig auf dem Druckbogen angeordnet werden, spricht man von Nutzen.
Paginierung
Portable Document Format ist ein hochstrukturiertes Dokumentformat, das auf der Sprache PostScript basiert und für eine
nahtlose Portabilität zwischen Rechnerplattformen und Ausgabegeräten entwickelt wurde. PDF-Dateien sind kompakte Dateien,
die alle Informationen zu Schriftarten, Grafiken und Druck in hoher Auflösung enthalten.
PDF-Dateien können mit dem Adobe Distiller erzeugt werden.
Viele Grafikprogramme erlauben zwar die direkte Ausgabe im PDF-Format, sicherer ist jedoch die PDF-Erstellung über den
Distiller.
Entscheidend ist dabei aber die Einstellung. Insbesondere müssen die Schriften komplett eingebettet werden. Verwenden Sie am
besten für die Verwendung als Druckvorlage die Option "PDF-X3". Soll im Farbdruck produziert werden, dann sollten die Daten im DTP/Grafik-Programm bereits im CYMK-Format vorliegen.
Zum Ansehen von PDF-Dateien genügt der kostenlose Acrobat Reader.
Pfade
Schrift lässt sich in Pfadewandeln. Dies ist ein sicherer Weg, um Schwierigkeiten von Schriften zu vermeiden, jedoch keine Textkorrektur mehr möglich.
Pixelgrafik
Auch Bitmap
Grafik, die sich aus Bildpunkten (Pixeln) zusammensetzt, z.B. bei Bildern.
Typische Pixelformate: PCX, JPG, TIF.
Pixelgrafiken ergeben bei starker Vergrößerung Probleme, weil dann die einzelnen Pixel sichtbar werden.
Es können z.B. Treppeneffekte bei Konturen und Linien auftreten.
Proof
Annähernde Farbansicht des zu druckenden Objektes und zur Kontrolle der Farbtrennungen bzw. Schriften etc.
Punkt
Typografische Maßeinheit, eigentlich durch metrisches System abgelöst, aber für Schriftgrößen noch gebräuchlich.
1 Punkt (Didot-System) = 0,376 mm
Gebräuchlich im EDV-Bereich ist ferner der Pica-Punkt. 1 Pica-Punkt = 0,351 mm.
Raster
Um Halbtöne (Farbzwischentöne) im Druck darstellen zu können, werden Raster verwendet. Das menschliche Auge erfasst die Rasterpunkte als Halbton (z.B. bei Schwarzdruck Grautöne). Je nach Größe der Rasterpunkte kann der Farbwert gesteuert werden.
Rasterweite
Rasterweiten bezeichnet, wie viele Rasterpunkte auf eine bestimmte Fläche kommen.
Früher war in Deutschland die Maßeinheit dafür Linien pro cm (lpc), heute wird immer öfter durch DTP die Maßeinheit Linien pro inch (lpi) verwendet.
Die Formeln zur Umrechnung:
von lpc nach lpi: lpc x 2,54 = lpi
von lpi nach lpc: lpi / 2,54 = lpc.
Je nach Druckverfahren und Papiersorte muss bei Bildern die Rasterweite unterschiedlich sein.
20 – 30 lpc: Zeitungspapier und Siebdruck
34 – 40 lpc: satiniertes Papier
40 – 54 lpc maschinengestrichenes Papier
54 – 70 lpc: Kunstdruckpapier
70 bis 200 lpc: Ausnahmefälle.
Rückendrahtheftung
Klammerheftung mit Heftdraht durch den Rücken einer Broschüre.
Sammelhefter
Maschine zur buchbinderischen Fertigung von Broschüren. Der Sammelhefter trägt die (bereits gefalzten) Druckbögen zusammen, heftet und schneidet die Broschüre.
Satzspiegel
Der Raum einer Seite, auf dem Text, Bild und Grafik angeordnet werden soll.
Schnittmarken
Hilfslinien zum Schneiden. Schnittmarken legen somit das Endformat fest.
Schön- und Widerdruck
Bedrucken von beiden Seiten eines Bogens. Schön- und Widerdruckmaschinen können dies in einem Durchgang.
Seitenversatz
Bei rückengehefteten Broschüren ist das äußerste Blatt länger als das innerste. Damit der Stand der Seiten und vor allem der Paginierung immer gleich bleibt, muss der Bund bei den äusseren Blättern entsprechend vergrößert werden.
Sonderfarbe/Echtfarben
Im Gegensatz zu den genormten Skalenfarben, mit denen man über Rasterung Farben mischt, werden Sonderfarben „echt“ gedruckt.
TIF - Dateiformat
Standardisiertes Grafikformat für Bilddaten, Pixelgrafik.
Über- bzw. Unterfüllen
Um Blitzer (Weiße Kanten)zu vermeiden, können Farbflächen oder farbige Schriften, die an eine andersfarbige Fläche anstoßen, minimal vergrößert oder verkleinert werden, so dass leichte Verschiebungen nicht auffallen. Als Regel gilt, die hellere Farbe überfüllt immer in die dunklere.
Vektorgrafik
Im Gegensatz zur Pixelgrafik ist Vektorgrafik nicht aus Bildpunkten aufgebaut, sondern aus Vektoren.
Mathematisch definierte Funktionen „konstruieren“ die Grafik.
Vorteil: Vektorgrafiken lassen sich ohne Qualitätsverlust beliebig vergrößern.








